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Marketing im Internet
Nachdem wir nun etwas über die Entstehungsgeschichte gelesen haben,
stellt sich die Frage, wie wir denn dieses unüberschaubare Medium
für unsere Zwecke nutzen können.
Dazu müssen wir erst einmal das Verhalten eines "normalen"
Nutzers im Internet analysieren:
Um an Informationen über gewünschte Produkte oder Dienstleistungen
zu gelangen, bedient sich der Nutzer einer "Suchmaschine". In
den meisten Fällen ist dies z.B. GOOGLE, ALTAVISTA oder LYCOS. Dort
gibt der Nutzer seinen Suchbegriff zum gewünschten Thema ein und
läßt sich die bei der Suchmaschine gespeicherten Informationen
dazu anzeigen. Üblicherweise sind das sog. "Links" zu Web-Seiten,
in denen die gesuchten Begriffe enthalten sind. Durch einen Mausklick
auf den entsprechenden Link in der Übersicht ruft der Nutzer dann
die gewünschte Webseite des Anbieters auf. Über die Navigation
in der Webseite kann der Nutzer dann (sofern diese übersichtlich
aufgebaut ist) die gewünschte Information aufrufen und weitere Schritte
unternehmen. Üblicherweise ist dort eine Kontakt- oder sogar Bestellmöglichkeit
angegeben, die die Abwicklung des Geschäftes sicherstellt und erheblich
gegenüber einer Telefon- oder Faxbestellung vereinfacht. Der Nutzer
hat ebenfalls die Möglichkeit, die gewünschten Informationen
direkt auszudrucken und "offline" d.h. ohne Internet-Verbindung
zu lesen.
Wie findet jetzt der Nutzer "meine" Seite?
Die Suchmaschinen arbeiten nach einem bestimmten Algorhythmus, in dem
sie die sog. "Keywords" in den Web-Seiten lesen und abspeichern.
Wird der Suchbegriff in diesen Keywords indentifiziert, ist die Chance
relativ groß, auf der ersten Seite der Such-Übersicht mit angezeigt
zu werden. Missbrauch in der Vergangenheit hat jedoch dazu geführt,
dass nicht mehr allein die Keywords ausschlaggebend für eine gute
"Platzierung" bei einer Suchmaschine sind. Verschiedene "schwarze
Schafe" haben alle möglichen Begriffe in ihren Keywords untergebracht,
um auch angezeigt zu werden, obwohl in der jeweiligen Seite überhaupt
keine Informationen zum Thema enthalten waren. Das hat zu einer Weiterentwicklung
der Indizierung geführt. Die Suchmaschinen lesen auch die Inhalte
der Webseiten (speziell der Startseite) und vergeben damit ein "Ranking",
d.h. wie relevant der Inhalt der Webseite zu den eingegebenen Suchbegriffen
ist. Damit konnten eine große Anzahl der "schwarzen Schafe"
ausgefiltert werden. Dies war aber nur eine von mehreren Aktivitäten,
besonders relevante Seiten zu identifizieren. Weiterhin kommen noch die
Anzahl und Qualität der "Links" auf die eigene Seite, sowie
die Häufigkeit des gesuchten Begriffes auf der eigenen Seite zum
Tragen.
In der Konsequenz bedeutet das, dass mehrere Faktoren erfüllt sein
müssen, um überhaupt gefunden zu werden.
Und wenn die Suchmaschine meine Seite nicht anzeigt?
In der Vergangenheit haben die Unternehmen einen teuren Internet-Auftritt
bezahlt und waren anschliessend enttäuscht, dass kaum Resonanz über
die Web-Seite erfolgte. Man hatte sich zu sehr darauf beschränkt,
die Web-Seiten nur im Internet bekannt zu machen. Da das Suchmaschinen-Ranking
aber bei vielen Erstellern des Internet-Auftrittes eher unbekannt war,
wurden viele Fehler gemacht, die eine vorteilhafte Platzierung verhinderten.
Ebenfalls hinderlich waren graphikorientierte "Flash"-Seiten,
die auch den Text in einer Grafik versteckten, so dass die Suchmaschinen
keine relevanten Inhalte finden und indizieren konnten. Darüber hinaus
hatten die Flash-Seiten eine relativ lange Ladezeit, so dass der Nutzer
unter Umständen bis zu einer Minute darauf warten musste, bis er
den ersten Inhalt lesen konnte. Da das Internet ein "schnelles"
Medium ist, wartet der Nutzer nicht so lange und nimmt dann den nächsten
Anbieter seiner gesuchten Information.
Weiterhin wurde der Internet-Auftritt auch nicht in den konventionellen
Medien (Anzeigen, Prospekte, Briefpapier u.ä.) beworben, so dass
der Bekanntheitsgrad sich auch nicht verbessern konnte. Der Internet-Auftritt
ist immer nur ein Teil des gesamten Marketing-Mix und bedarf auch der
zusätzlichen Werbung in den "alten" Medien. Durch diese
Massnahmen werden Besucher auf die Seite "gelockt" und gleichzeitig
das Ranking bei den Suchmaschinen angehoben.
Der Besucher findet zwar meine Seite, aber er bleibt nicht lange!
Der grundlegende Aufbau der Web-Seite wird nicht nur vom Design bestimmt
sondern viel mehr von der "Usability", sprich Funktionalität.
Der Besucher (das Wort beinhaltet ja schon den Wunsch : suchen) erhofft
sich von der Seite einen Informationsgewinn. Wenn diese Information für
ihn nicht auf den ersten Blick ersichtlich ist, fällt das Interesse
schnell ab und er verläßt Ihre Seite kurzfristig wieder. Deshalb
ist es unerlässlich, eine übersichtliche Navigation mit wenigen
Hauptpunkten anzubieten, über die dann schnell und gezielt die jeweilige
Information gefunden werden kann. Schwelgerische Selbstdarstellungen langweilen
eher und animierte Graphiken auf der Startseite behindern die schnelle
Orientierung. Auch sogenannte "Pop-Ups" (Werbeeinblendungen
in eigenen kleinen Fenstern) nerven immer mehr und animieren den Besucher
zum schnellen Verlassen der Webseite.
Die Grundregel der Navigation lautet: Mit 3 Klicks muss die gesuchte Information
gefunden sein!
Der Besucher findet zwar die Information, aber er bestellt nicht!
Der Internet-Auftritt ist wie die Diele Ihres Hauses: der erste Eindruck
zählt! Wenn beim ersten Aufrufen Ihrer Seite schon der Eindruck von
Lieblosigkeit und wenig Qualitäts-Bewusstsein aufkommt, so lässt
das unter Umständen auf das ganze Unternehmen schliessen. Der Besucher
erhält den subjektiven Eindruck, dass auch Ihre Produkte oder Dienstleistungen
mit der gleichen mangelnden Qualität behaftet sind und nicht seinen
Erwartungen entsprechen. Ein gut durchdachter Auftritt mit sauberem Layout
und übersichtlicher Navigation hat schon einen überwiegenden
Anteil am gesamten Eindruck.
Wenn der Besucher der Meinung ist, qualitativ überzeugt zu sein,
muss ihm nur noch eine einfach zu bedienende Bestellmöglichkeit angeboten
werden. In diesem Fall reicht es nicht, einen simplen "E-mail-Link"
auf der Kontaktseite zur Verfügung zu stellen. Sinnvoll ist es hier,
auch für Vorab-Informationen, einen richtiges Kontakt-Formular einzurichten,
in dem der Besucher gezielt Produkte bestellen oder weitere Informationen
anfordern kann. Der zusätzliche Effekt eines solchen (Server-seitigen)
CGI-Formulars ist die Sicherheit vor Viren-Angriffen, die sonst über
eine e-mail verschickt werden könnten, sowie der Aufbau eines eigenen
CRM (Kunden-Beziehungs-Management) Moduls, aus dem weitere Marketing-
oder Vertriebs-Aktivitäten gesteuert werden können. Bei geschickter
Programmierung des CGI-Formulars können die Kunden-Angaben auch direkt
in ein Warenwirtschafts-System einfliessen, ohne dass ein Mitarbeiter
die Daten noch einmal separat eingeben muss.
Am Anfang hatte ich viele Besucher auf der Seite, jetzt nimmt es ab!
Jedes Unternehmen bewegt sich in seinem Kerngeschäft. Das heisst,
dass die Besucher an den Produkten oder Informationen dieses Geschäftes
interessiert sind. Wenn die Informationen auf der Web-Seite immer die
gleichen bleiben, läßt das Interesse der Besucher nach einer
gewissen Zeit nach. Die Zugriffe werden immer seltener und neue Besucher
finden die Seite aufgrund des ebenfalls nachlassenden Rankings in den
Suchmaschinen nicht mehr. In jedem Unternehmen gibt es laufende Neuerungen
und Brancheninfos, die publiziert werden können und müssen.
Nur wenn laufende Aktualisierungen stattfinden, werden Stamm-Besucher
auch animiert, in gewissen Zeitabständen "hereinzuschauen".
Bewährt haben sich für diese Aktualisierungen sogenannte CMS
(Content-Management-Systeme), mit denen der Betreiber der Seite die
"news" oder Artikel selbst bearbeiten und pflegen kann. Der
Vorteil ist hier, dass keine Agentur mehr eingeschaltet werden muss, die
Kosten und Zeitverzögerung nach sich zieht, sondern über ein
vordefiniertes Formular direkt im Web-Browser (Internet-Explorer oder
Netscape-Navigator) die Texte eingegeben und Bilder dazu auf den Web-Server
hochgeladen werden können. Das kostet zwar am Anfang mehr für
die Einrichtung des Systems, amortisiert sich jedoch relativ schnell durch
die wegfallenden Agenturkosten.
Eine weitere Möglichkeit ist die Einrichtung eines sog. "Newsletters",
bei dem Neuigkeiten des Unternehmens oder der Branche an angemeldete Empfänger
per e-mail mitgeteilt werden können.
Deshalb:
Wir berücksichtigen bei unseren Konzepten alle Marketing-relevanten
Gesichtspunkte und beschränken uns nicht nur auf ein "tolles"
Design
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